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Warum wir unsere Hunde und Katzen krank füttern?

Halsband vs. Geschirr

 Warum wir unsere Hunde und Katzen krank füttern?

Ich liebe meine Tiere über alles, aus diesem Grunde tue ich auch alles, damit es ihnen gut geht. Um sie möglichst fit und gesund zu behalten, kaufte natürlich auch ich ein besonders teures Trockenfutter, weil man doch annehmen sollte, dass dort auch die Qualität um einiges höher ist als bei einem Discounterkatzenfutter. Ich fütterte viele Jahre eine sehr bekannte Marke, mir wurde eingeredet, dass es ein sehr hochwertiges Futter sei, außerdem würde man durch die Trockenfuttermahlzeiten Zahnstein vorbeugen, es wäre ja zudem sehr hygienisch und praktisch außerdem würde es auch nicht stinken, wie es bei Nassfutter der Fall ist. Ich vertraute diesem großen Namen, ohne das Etikett ausführlich gelesen zu haben. Da ich gelernte Tierarzthelferin bin und eben jenes Futter in nahezu jeder Praxis verkauft wurde, war ich mir sicher, dass es das Beste für meine Samtpfoten sei.
 
Vor zwei Jahren lernte ich dann eine gute Freundin kennen, sie ist ebenfalls Hundetrainerin. Wir redeten darüber was wir unseren Tieren zu fressen geben. Sie fütterte ihre Hunde schon lange frisch, also rohes Fleisch, Gemüse und Obst. Damit hatte ich so meine Probleme, bis dato fand ich diese Art Hunde zu ernähren äußerst gewöhnungsbedürftig. Als ich ihr dann offenbarte was ich meinen Katzen füttere, sah ich in ein sehr schockiertes Gesicht, Sie sagte: Was, so ein Müll gibst du deinen Tieren???!!!
Ich stutze, war doch äußerlich mit meinen Katzen alles in Ordnung. Das Fell glänzte, der Kot war so wie er seien sollte und alles schien normal zu sein.
Ich brauchte noch einige Zeit, denn der Mensch ist ja wahrlich ein Gewohnheitstier, um mich näher mit dem Thema zu beschäftigen. So begann ich Bücher zu lesen und Seminare zu besuchen um mich in dem Fertigfutterdschungel zurecht zu finden.
Meine Recherchen schockierten mich zutiefst. Denn alleine die Tatsache, dass alle  namhaften Marken von Hunde und Katzenfutter die man in unseren Zoofachmärkten erwerben kann von den riesigen Herstellern der Lebensmittelindustrie geführt werden, gab mir doch zu denken. Einige Beispiele:

Mars: Royal Canin, Effem, Waltham, Schappi, Pedigree Pal, Advance, Frolic
Nestle: Matzinger, Bonzo, Friskies
Procter & Gamble: Iams, Eukanuba
Colgate-Palmolive: Hill`s Science Diet

Ein Milliardengeschäft, das nicht zuletzt aus Unwissenheit der Tierbesitzer erst zustande kommen kann. Wird uns doch vorgegaukelt das in diesem Futter alles drin ist was das Tier benötigt. Versprechungen die unseren Hunden und Katzen ein langes und gesundes Leben ermöglichen sollen, sind schlicht weg schlaue Werbemaßnahmen um den Umsatz zu steigern.
So ist Geflügelmehl (Hauptbestandteil in vielen Fertigtrockenfuttermitteln) nichts anderes als ein minderwertiges Nebenprodukt, das aus Federn, Krallen und Schnäbeln besteht. Nicht zu verwechseln mit Geflügelfleischmehl (trägt hochwertiges Eiweiß in sich).
Tierfett ist Abfall im allerletzten Glied. Untersuchungen ergaben, dass die Hälfte dieser Futterfette mit Mineralölen verseucht sind.

Um es auf den Punkt zu bringen, letztendlich, wird dass, was zum menschlichen Verzehr nicht mehr zugelassen, also Abfall ist, gewinnbringend im Fertigfutter für unsere Vierbeiner verarbeitet und zwar völlig legal. Laut europäischen Futtermittelgesetzen dürfen z.B. :
Kadaver von Pelztieren, Hufe, Hörner, Wolle, Fruchtblasen, Blut, Klärschlamm, Därme oder Urin unter dem Begriff „Nebenprodukte“ beigemischt werden.

So werden Hund und Katze zu Pflanzenfressern gemacht, ist doch das Füllen mit billigem Getreide, wie Mais, Soja oder Weizen lukrativer und gewinnbringender als hochwertige Eiweiße (Muskelfleisch) und Kohlenhydrate zu verarbeiten. Pflanzliche Nebenerzeugnisse können sein: Erdnusshülsen, Stroh, Schälkleien, Faserreste der Rübenverarbeitung oder Kleber.
Für die Herstellung wird das Futter dann soweit erhitzt, dass für Hund und Katze wertvolle Vitamine und Mineralstoffe vernichtet werden. Um den Bedarf dafür dann möglichst hoch abzudecken, werden synthetische Vitamine, die durch genmanipulierte Bakterien hergestellt werden, zugeführt. Diese künstlichen Vitamine müssen vom Körper zwangsabsorbiert werden, dieser Vorgang kann zu Stoffwechselerkrankungen, wie Leber oder Nierenschäden führen.
Zudem kommen Antioxidantien (verhindern das Ranzig werden), Geschmacksverstärker, Aromastoffe, Emulgatoren, Farb und Konservierungsstoffe, Binde und Lösungsmittel, sowie Schmier und Süßstoffe vor. Einige Stoffe die in der Lebensmittelindustrie längst verboten sind, finden sich hier wieder und können Krebs sowie Allergieauslöser sein.

In meiner Zeit als Tierarzthelferin fragte ich mich schon lange, warum die Zahl der Tiere, die an Krebs erkrankten immer höher wurde, warum so viele Katzen bereits im mittleren Alter auf Grund schwerer Nierenschädigungen eingeschläfert werden mussten oder warum immer mehr Hunde last mit Allergien bekamen. Zudem hatte jede zweite Katze die im Tierheim wegen Unsauberkeit abgegeben wurde, Probleme mit Blasenkristallen oder Blasensteinen.

Damals hatte ich darauf keine Antwort, heute schon…

Früher wurden unsere Hunde, selbst die großen Rassen, deutlich älter als heute. Sie wurden von dem ernährt was der Tisch eben hergab. Zusätzlich erbeuteten sie sich Mäuse oder Ratten um den Speiseplan zu erweitern und ihren Nährstoffgehalt abzudecken. Es brauchte kaum jemand den Tierarzt aufzusuchen, außer im Notfall.
Heute ist die medizinische Versorgung mit Sicherheit besser, aber dient sie nicht den Krankheiten, die wir unseren Tieren erst über die Jahre durch falsche Ernährung angetan haben???

Mehr Informationen über dieses Thema finden sie in folgenden Büchern:

Katzen würden Mäuse kaufen: Schwarzbuch Tierfutter
Hunde würden länger leben wenn… Schwarzbuch Tierarzt

 

 Halsband vs. Geschirr

Was ist denn nun das Beste für unsere Vierbeiner?
Ich vertrete konsequent die Meinung, dass ein Brustgeschirr immer die angenehmste Lösung für einen Hund ist.
Denn wenn man erst einmal begriffen hat, dass die Leine nicht dazu gedacht ist einen Hund zu führen sondern um ihn zu sichern, kommt man schnell zu dem Schluss was das Beste für unseren Liebling ist. Schließlich legen wir unseren Autosicherheitsgurt auch nicht um den Hals, sondern er wird so angelegt, dass er uns im Notfall rettet und uns nicht verletzt.

Es gibt immer mal wieder brenzliche Situationen, aus denen man seinen Hund schnell wegziehen muss. Wenn er gerade dabei ist etwas Schädliches aufzunehmen, in eine Beißerei verwickelt ist oder wenn er plötzlich auf die Straße rennt…
Jeder Hundebesitzer kennt so etwas und jeder würde reflexartig an der Leine rucken. Mir tut es jedes Mal weh wenn ich beobachte, dass der Hund dabei ein Halsband trägt. Ganz zu schweigen von Würge und Stachelhalsbänder, die absolut inakzeptabel sind und in der heutigen Hundeausstattung nichts mehr zu suchen haben.
Besonders Welpen springen oft in die Leine weil sie sich über Menschen und Artgenossen freuen und schon bekommen sie ihren ersten schmerzhaften Dämpfer.

Wenn jemand zu mir sagt, dass es schließlich früher auch keine Geschirre gab, kann ich nur darauf antworten, dass früher auch keine Schäden durch unsachgemäßen Umgang mit Halsbändern bekannt waren. Heute wissen wir was die „Ruckerei“ für Folgeschäden mit sich bringt:

  • Schäden an der Wirbelsäule (Bandscheibenvorfall, Schleudertrauma, Knorpeldefekte)
  • Schäden am Kehlkopf (Entzündungen, Blutungen, Nervenschädigungen)
  • Schäden an der Schilddrüse (Quetschungen)
  • Schäden an der Luftröhre ( Verengungen, Entzündungen)
  • Schäden an der Lunge (Ödeme: Wasser in der Lunge)
  • Erhöhter Blutdruck (Abschnürung der Blutzirkulation zum Gehirn)
  • Erhöhter Augeninnendruck (Folgen: Nebelsehen, Kopfschmerzen, Übelkeit)
  • Muskelverhärtungen im Nacken und Rückenbereich
  • Erhöhte Aggressionsbereitschaft (Bei Begegnungen mit anderen Hunden besteht die Gefahr einer Fehlverknüpfung, Schmerzen durch das Halsband ordnet der Hund dem Artgenossen zu. Um den Schmerz nicht noch einmal zu spüren, wird der nächste Hund aggressiv verbellt)


Und so sollte ein gut sitzendes Geschirr aussehen:

  

 

 

 

  • Zwischen Ellenbogen und dem Seitengurt sollte eine Handbreit platz sein
  • Das Material sollte leicht, weich und anschmiegsam sein
  • Der Rückensteg sollte fest vernäht sein
  • Damit der Hund nicht mit der Pfote einsteigen muss, sollte das Geschirr von zwei Seiten zu öffnen sein
  • Die Breite des Geschirres sollte an Größe und Gewicht des Hundes angepasst sein

 

 

 

 

 

Beim Anlegen sollte man auf seine Körperhaltung achten, denn vielen Hunden ist es unangenehm wenn man sich über sie beugt. Stellen oder hocken Sie sich parallel neben den Hund. Sollte es dennoch Schwierigkeiten geben, kann man mit einem Leckerchen vor der Nase den Hund dazu bringen selber den Kopf durch das Geschirr zu stecken.

Bitte sparen Sie nicht an der Ausstattung, ein Geschirr von guter Qualität kann durchaus ein paar Jahre halten. Ihr Hund wird es Ihnen danken!