Entdecke die Welt mit deinem Welpen ...

Es gleicht einem kleinen Abenteuer, spannend und unglaublich aufregend... Welpen drehen unser gewohntes Leben auf den Kopf und obwohl es auch manchmal anstrengend seien kann, faszinieren sie uns mit ihrer süßen Art und Weise und zaubern ein ständiges Lächeln in unser Gesicht. Auch wenn das neue Familienmitglied viel Freude und Lebendigkeit bringt, trägt man dennoch eine große Verantwortung. Jeder möchte so einen kleinen Kerl möglichst perfekt auf sein zukünftiges Leben vorbereiten. Das ist auch ein wirklich guter Vorsatz, wenn es da nicht immer die Aussagen gäbe: "Ein Welpe gehört unbedingt in die Welpengruppe!"

Ich bin da anderer Meinung...

Von Natur aus wird ein Welpe sehr lange von seinen Elterntieren umsorgt um ihm die Gelegenheit zu geben sich Stück für Stück an neue Reize und Situationen zu gewöhnen. Das Gehirn kann sich in Ruhe entwickeln und erhält die Möglichkeit neue Umwelteinflüsse entsprechend zu verarbeiten.

Ein kleiner Vierbeiner durchläuft nach seiner Geburt viele Entwicklungsstadien. Um ein normaler Hund zu werden, darf diese Entwicklung nicht durch unnötigen Stress gestört werden. Stress entsteht immer dann, wenn der unfertige Hund zu Anpassungen gezwungen wird und dieser Herausforderung nicht gewachsen ist. Auch wenn diese zu dicht aufeinander folgen, kann das Gehirn die Ereignisse nicht bewältigen.

In der Regel wird ein junger Hund mit acht Wochen in sein neues Zuhause gegeben. Alles was ihm bis dato vertraut war, ist von einer zur anderen Sekunde weg. Keine sichere Umgebung, keine Mutter und Geschwister die Geborgenheit schenken. Plötzlich ist er in einer komplett neuen Welt angelangt, wird von Zweibeinern umsorgt, die eine ganz andere Sprache sprechen. Allein um diese gewaltige Umstellung zu verarbeiten, benötigt der Welpe mehrere Tage!

Weil man alles richtig machen möchte, steht als nächstes der Besuch in der Hundeschule an. Hier wird mit Sozialisierung und Früherziehung geworben. Nicht selten wird der Welpe nun mit 10 bis 15 anderen Jungspunden konfrontiert. Wenn er Pech hat finden sich auch noch pubertierende Rüpel in der Gruppe.Trotzdem soll er hier spielerisch richtiges Sozialverhalten lernen und sich behaupten. Unter dem Motto: "Das machen die schon unter sich aus" werden die Hunde etwa 10 Minuten sich selbst überlassen. Überforderung, Mobbing oder Attacken von älteren Artgenossen werden gar nicht erst gesehen oder abgetan: "Da muss er durch!". Nach dem "Sozialspiel" geht es dann nahtlos zu den Kommandos SITZ und FUß weiter. Darauf folgt mal wieder spielen, wobei jetzt auch noch der Rückruf geübt wird. Zum Schluss muss der kleine Hund noch einen Hindernissparcour absolvieren und wird in ein Bällchenbad gesteckt. Als Hausaufgabe soll er bis zur nächsten Woche einen Aufzug, Bus fahren und einen Stadtbesuch kennen lernen. Genau so habe ich es erlebt...

Aus diesem Grund kann ich von deratigen kommerziellen "Hundeschulen", die meiner Meinung nach eine Massenabfertigung nach "Schema F" anbieten nur abraten. Hier wird ein junger Hund nicht auf das Leben vorbereitet, ganz im Gegenteil, er wird pausenlos überfordert und gestresst. Getresste Hunde können nicht lernen und sich auch nicht anpassen. Sie werden unsicher, bekommen Angst. Das Stresshormonsystem welches die Anpassung eigentlich regelt, ist dauerhaft aktiviert mit Folgen für Körper und Psyche. Viele solcher Welpen leiden unter einem schlechten Immunsystem, brauchen lange um stubenrein zu werden und die meisten Junghunde, die ich dann später ins Training bekomme, sind extrem nervös oder sogar hyperaktiv. Es braucht viel Zeit, Geduld und Training bis sie sich wieder wohl in ihrem Körper fühlen.

Die Erziehung eines Hundes wird leider immer noch über ein sauber ausgeführtes PLATZ oder BLEIB definiert aber das sagt für mich nichts über eine gute Beziehung zwischen Mensch und Hund aus.

Ich lege anfangs den Fokus auf eine vertraute und liebevolle Bindung zum Welpen. Grundsignale können immer trainiert werden, Respekt, Sicherheit und Selbstvertrauen müssen sich auf beiden Seiten aber erst erarbeitet werden. Hunde kommen mit etwa der 9.Woche in eine "sensible Phase", das heißt in der Zeit können sie unsicher werden auch vor Dingen, die sie bereits kennen gelernt haben. Deshalb ist es umso wichtiger sie langsam, Schritt für Schritt an ihre neue Umwelt zu gewöhnen. Nicht die Quantität ist entscheidend, also möglichst viele Reize in kurzer Zeit zu bieten, sonder die Qualität der positiven Erlebnisse. Je entspannter und konzentrierter der Welpe neue Aufgaben meistert, desto souveräner und ausgeglichener wird er in Zukunft sein. Das Erlernen von gutem Sozialverhalten spielt eine wichtige Rolle aber der junge Hund muss nicht lernen mit 15 anderen Welpen zu raufen. Denn in der Realität trifft er auf verschiedenste kleine, mittlere und große Rassen, ausgewachsene, alte, behinderte oder sehr distanzierte Artgenossen, mit denen er sich auseinander setzen muss oder eben auch nicht.

Weil jeder Welpe eine kleine Persönlichkeit darstellt, trainiere ich mit meinen Mensch-Hund-Teams anfänglich in Einzelstunden.Der Alltag bietet uns dabei die beste Form einer realen Sozialisierung und der Gewöhnung an die Umwelt.

Umfangreiches Wissen über:

  • Kommunikation & Körpersprache - Wie lese und verstehe ich meinen Hund?!
  • Aufbau eines sicheren und respektvollen Umgangs
  • Welches Equipment ist sinnvoll?
  • Was kann man schon üben und was hat noch Zeit?
  • Regeln müssen sein - Grenzen setzen aber fair!
  • Auch spielen will gelernt sein!
  • Artgerechte Ernährung
  • Medizinisches know how
  • Talente erkennen und in richtige Bahnen lenken

... und vieles mehr, können so deutlich besser vermittelt werden. Fragen oder Probleme von Hundehaltern werden schneller beantwortet und aus der Welt geschafft.

Die Kosten betragen 25€ (45 Min.)

Wer Spaß an der Teamarbeit findet und noch mehr lernen möchte, kann später gerne mit seinem jungen Hund in eine Gruppe integriert werden.